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Das T Shirt und seine Geschichte

1901 brachte die Firma Hanes eine Kollektion zweiteiliger Unterwäsche heraus. Eine Neuheit! Mit dieser Kleidung wurden erstmals Englands Soldaten im Ersten Weltkrieg ausgestattet. Der Güterbedarf im 1. Weltkrieg machte das T-Shirt möglich: Ein Kleidungsstück mit einfachem Schnitt und wenigen Nähten.

Die T- Grundform prägte den Namen T-Shirt. Im Jahr 1920 ist der Begriff das erste mal in Merriam Webster's Dictionary belegt. Noch gehörte das T-Shirt zur Unterwäsche. Es war verpönt, nur ein Kleidungsstück zu tragen. Und - auch in heißen Regionen - war kurzärmelige Kleidung die Ausnahme. Bürger wie Arbeiter trugen lang(ärmelig)!

Der zweite Weltkrieg: die "Tee's" werden bekannt

Seit dem 2. Weltkrieg und in den Kriegen der USA in den 50ern trugen Millionen von GIs ihre "skivvies" (dt.: Unterwäsche). Fotos von Soldaten in weißen T-Shirts gewöhnten die Gesellschaft an das neue Kleidungsstück. Als die Soldaten nach Kriegsende heimkehrten, trugen sie ihre T-Shirts weiter.

Diese Neuerung war ein regelrechter Tabubruch. Dennoch - oder deshalb - wurde sie prägend für eine neue Männlichkeit und einen neuen Bezug zum eigenen Körper. Frauen trugen (noch) keine T-Shirts. Punkt! Erst nach dem Krieg konnte man sich auch darauf besinnen, dass die "Tee's" eine erotische Komponente haben...

Der Durchbruch: die rebellischen 60er

In den 60er Jahren war das T-Shirt ein Symbol der Auflehnung der Jugend. T-Shirts waren eine Kampfansage an das Establishment. Prominenter Libero war 1951 Marlon Brando. In "Endstation Sehnsucht" zeriss er ein T-Shirt und entblöste seinen nackten Oberkörper. Christliche Fundamentalisten wollten den Film verbieten ...

Und dann kam James Dean. In "Denn sie wissen nicht, was sie tun" wurde er mit seiner roten Jacke und dem darunterliegenden weißen Shirt zur Ikone der damaligen Jugendkultur. Er war das Symbol für Auflehnung gegen die Älteren - und das T-Shirt spiegelte das wieder.

Das T-Shirt war ein Symbol für Rebellion. Nicht-Revoluzzer trugen weiterhin Hemden. Doch das neue Kleidungsstück hielt Einzug in die Jugendkultur. Und 20 Jahre später war es von allen Teilen der Bevölkerung akzeptiert.

T-Shirts heute

Die T-Shirt Industrie setzt mehrere Milliarden Dollar pro Jahr um. Das Umsatzplus betrug 2006 über 40 Prozent. Menschen jeden Alters kennen und tragen es. Das T-Shirt gibt es allerdings nicht. Aber eines ist festzuhalten: Einfarbige T-Shirts sind heute oft Ramschware. Kaum ein Shirt kommt ohne Accessoires aus wie sichtbare Nähte, Logos oder Schriftzüge.

Durch moderene Druck- und Herstellungsverfahren werden individuelle Wünsche auf die T-Shirts gedruckt, geklebt oder gebügelt. Aus dem Unterhemd von einst ist etwas ganz Neues geworden: individuelle Mode. Ein Ausdruck der eigenen Persönlichkeit.

Jede/r kann sein bzw. ihr eigenes Modelabel gestalten und die Kleidung tragen, die zu ihm oder ihr passt. Wo? Du kannst hier selbst T-Shirts gestalten oder besuche jazzyshirt: alles für den T-Shirt Druck.

Gängige Formen

T-Shirt wird zum T-Shirt durch seine T-Form: kurze Ärmel, gerader Schnitt und Bündchen statt Kragen. Doch auch diese festen Merkmale lassen Spielraum für viele Unterschiede. Weit geschnittene, figurbetonende oder hautenge Schnitte, Applikationen und unterschiedliche Verarbeitung - alles ist möglich.

Außerdem kann man über die Größe bestimmen, wie das Shirt den eigenen Körper umhüllt. Einige T-Shirts haben betonte Nähte und einen 'used look'. Andere, wie der Klassiker "Ragman" haben keine seitlichen Nähte, sondern bestehen aus einem Stück Baumwolle.

Bildnachweis: 1, 2