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Atmungsaktive Stoffe

Atmungsaktiv meint eigentlich "wasserdampfdurchlässig". Bei wasserdichten Materialien ist dieser Faktor sehr wichtig für den Tragekomfort.

Atmungsaktive Stoffe verhindern die Auskühlung der Haut. Dabei spielen 2 Faktoren zusammen:

  • Schweiß wird abgeleitet
  • die Haut bleibt angenehm trocken.

Atmungsaktivität ist also weit mehr als dünnes, luftdurchlässiges Gewebe. Sie wird mit dem RET-Wert bestimmt. RET steht für Resistance to Evaporating Heat Transfer und meint den Widerstand, den ein Textilgewebe dem Wasserdampf (Schweiß) entgegensetzt. Je niedriger der RET, desto atmungsaktiver ist das Gewebe.

Grundsätzlich wird die Unterscheidung zwischen „atmungsaktiven“ und nicht „atmungsaktiven“ Materialien nur bei den "wasserdichten Materialien" getroffen. Außerdem bei Outdoorkleidung/ -materialien und Funktionswäsche.

Die Wasserdampfdurchlässigkeit beruht auf der Struktur der Membranen oder Beschichtungen. Deren Poren sollen so beschaffen sein, dass Wasserdampf entweichen kann, Wassertropfen aber nicht eindringen können.

Vor einigen Jahren hieß noch ziemlich jeder Stoff atmungsaktiv, der früher oder später einen Wassertropfen durchließ. Mit dem RET geht das Bemühen einher, die Atmungsaktivität zu vereinheitlichen.

Übersicht

Widerstand für Wasserdampf (RET) Benotung
0 - 6,0 sehr gute Wasserdampfdurchlässigkeit
6,0 - 13,0 gute Atmungsaktivität
13,0 - 20,0 zufriedenstellende Atmungsaktivität
über 20,0 ungenügende Atmungsaktivität